Was bringt Digitalisierung für Filmstudios?

Was bringt Digitalisierung für Filmstudios?

Inhaltsangabe

Die Digitalisierung Filmstudios stellt die zentrale Frage: Welche konkreten Vorteile und Veränderungen bringt die digitale Transformation Filmproduktion für Arbeit, Kosten und Kreativität?

Für deutsche Studios bedeutet das wachsende Streaming-Angebot größere Nachfrage nach schnelleren, flexiblen Workflows. Staatliche Förderungen wie die Filmförderungsanstalt (FFA) und regionale Filmfonds treiben Investitionen voran, und etablierte Häuser wie Studio Babelsberg investieren in virtuelle Produktionsmethoden.

Der Artikel bewertet Technologien und Strategien nach ihrem Nutzen für Effizienz, Kostenreduktion und kreative Möglichkeiten. Themen sind unter anderem virtuelle Produktion mit LED-Stages, cloudbasierte Workflows, KI-gestützte Postproduktion sowie neue Vertriebsmodelle und Rechtsfragen.

Ein praktischer Blick zeigt, wie Vorteile Digitalisierung Filmbranche und digitale Transformation Filmproduktion in Produktionsalltag, Postproduktion und Distribution greifen. Ergänzende Einblicke zur Nutzung von VR in der Videoproduktion finden sich in einem weiterführenden Beitrag von Wortchronik: virtuelle Realität in der Videoproduktion.

Was bringt Digitalisierung für Filmstudios?

Die digitale Wende formt das Produktionsumfeld von Filmstudios grundlegend. Techniken wie digitale Kameras von ARRI und RED, LED-Volumes für virtuelle Sets und Echtzeit-Rendering mit der Unreal Engine verändern Arbeitsweisen. Cloudlösungen von Avid Cloud bis AWS erlauben verteilte Teams, schnellere Iterationen und bessere Archivierung.

Übersicht der digitalen Transformation in Studios

Studios steigen vom analogen Workflow auf digitale Prozesse um. Die digitale Transformation Studios umfasst Aufnahme, Speicherung und Set-Technik. Kameras, digitale Speichermedien und Virtual Production reduzieren physische Beschränkungen.

Cloudbasierte Tools wie Frame.io und Google Cloud ermöglichen, dass Regie, Schnitt und Farbkorrektur parallel arbeiten. Softwarepakete wie DaVinci Resolve, Avid und Autodesk Maya dominieren Postproduktionshäuser.

Kerneffekte auf Produktion, Postproduktion und Distribution

In der Produktion führt Digitalisierung Produktion Postproduktion Distribution zu kürzeren Aufbauzeiten. Virtuelle Sets bieten Ortsflexibilität und geringere Reisen.

In der Postproduktion ermöglichen Remote-Editing und beschleunigte Rendering-Pipelines schnellere Freigaben. Iterationen werden kostengünstiger und kreativer Experimentierfreiraum steigt.

Bei der Distribution öffnen sich neue Direktwege zu Plattformen wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+. Veränderliche Lizenzmodelle wie SVOD, AVOD und TVOD verlangen neue Strategien.

Warum das Thema für deutsche Filmstudios relevant ist

Relevanz Digitalisierung Deutschland zeigt sich im Wettbewerbsdruck durch internationale Produktionen. Studios wie Studio Babelsberg investieren in High-End-Technik, um international mitzuhalten.

Skalierbarkeit durch Cloudlösungen senkt Kosten und unterstützt Fördermöglichkeiten wie die Produzentenpauschale. Filmtechnologie Deutschland wächst, weil lokale Inhalte weltweit nachgefragt werden.

Die Kombination aus Kostendruck, technischen Chancen und neuen Vertriebskanälen macht digitale Transformation Studios für deutsche Filmproduzenten unverzichtbar.

Digitale Produktionsprozesse und Workflow-Optimierung

Die Digitalisierung verändert, wie Teams Dreharbeiten planen und umsetzen. Sie reduziert Reisetage, macht Freigabezyklen kürzer und schafft bessere Planbarkeit. Projekte profitieren von effizienteren Abläufen, klarer Nachverfolgbarkeit und messbarer Zeitersparnis.

Virtuelle Produktionsumgebungen und LED-Stage-Techniken

LED-Volumes verbinden reale Kameraarbeit mit Echtzeit-Rendering. Die LED-Stage liefert natürliche Beleuchtung und perspektivisch korrekte Hintergründe, was Reflexionen und Kantenarbeit reduziert. Teams nutzen Engines wie Unreal Engine, um Szenen live anzupassen und teure Location-Shoots zu vermeiden.

In deutschen Studios entstehen Kooperationen mit Technologieanbietern wie Epic Games, um Zugang zu modernen LED-Stage-Lösungen zu erhalten. Diese Technik beeinflusst Reisebudgets, weil aufwändige Sets häufig virtualisiert werden können.

Asset-Management und cloudbasierte Zusammenarbeit

Zentralisierte Systeme für Medienverwaltung sind entscheidend. Ein gutes Asset-Management Film System sorgt für Versionierung, Metadatenpflege und Rechteverwaltung. Anbieter wie Cantemo, Avid NEXIS und Adobe Productions unterstützen Suchbarkeit und schnelle Bereitstellung von Mediendateien.

Cloudlösungen erleichtern das cloudbasierte Arbeiten Filmstudios, indem sie Remote-Review, Kommentare in Echtzeit und dezentrale Teams verbinden. Plattformen wie Frame.io oder AWS bieten Review-Workflows, während Sicherheits- und Latenzfragen gezielt gemanagt werden. Eine kurze Einführung zur VR-Nutzung in der Videoproduktion findet sich hier.

Automatisierung von Routineaufgaben und Zeitersparnis

Scripting und Pipeline-Tools automatisieren wiederkehrende Arbeitsschritte. Python-Pipelines und Systeme wie ShotGrid reduzieren manuellen Aufwand bei Transkodierung, File-Transfers und QC-Checks. Das senkt Fehlerquoten und beschleunigt Durchlaufzeiten.

Automatisierung Filmproduktion steigert die Produktivität. Weniger administrative Tasks führen zu schnelleren Freigaben und mehr Zeit für Kreatives. Studios gewinnen Planbarkeit und können Ressourcen zielgerichteter einsetzen.

Postproduktion: Effizienz, Kosten und kreative Möglichkeiten

Die Postproduktion digital verändert Abläufe in Schnitt, Ton und Bild. Studios gewinnen Tempo bei gleichbleibender Qualität. Arbeitsgruppen profitieren von Parallelisierung und modularen Workflows.

Non-lineare Editing-Systeme und Remote-Editing

Non-lineares Editing mit Avid Media Composer, Adobe Premiere Pro oder DaVinci Resolve erlaubt nicht-destruktives Arbeiten. Schnittschritte lassen sich jederzeit zurücknehmen, Medien werden effizient verwaltet und mehrere Workstreams laufen parallel.

Remote-Editing ermöglicht verteilte Teams via VPN, SDI-over-IP und Remote I/O. Blackmagic Cloud und Avid Cloud Collaboration bieten cloudbasierte Editing-Lösungen. Bandbreite, Colour-Management und Synchronisation großer RAW-Dateien bleiben technische Herausforderungen.

KI-gestützte Bild- und Tonrestauration

KI Bildrestauration wird bei Archivmaterial und low-res-Aufnahmen wichtig. Tools wie Topaz Video Enhance AI helfen beim Upscaling. iZotope RX unterstützt die Audiorestaurierung mit De-Noise und De-Clip-Funktionen.

Automatische Rauschunterdrückung und Farbkorrektur-Vorschläge sparen Zeit. Dadurch lassen sich alte Bestände wiederverwerten und die finale Mischung detailreicher gestalten.

VFX-Integration und beschleunigte Rendering-Pipelines

VFX-Workflows verbinden Foundry Nuke, Autodesk Maya und SideFX Houdini mit Schnitt- und Farbkorrektur-Tools. Eine durchdachte VFX Rendering Pipeline reduziert Wartezeiten bei Iterationen.

GPU-Rendering mit NVIDIA RTX und skalierbare Renderfarmen in AWS oder Google Cloud beschleunigen Renderprozesse. Studios wägen On-Premise gegen Cloud-Rendering ab, da Lizenz- und Rechenkosten variieren.

  • Weniger Durchlaufzeit erhöht Raum für kreative Iterationen
  • Physische Effekte lassen sich oft kostengünstiger digital ersetzen
  • Höhere Software- und Recheninvestitionen müssen budgetiert werden

Distribution und Marketing: Neue Kanäle durch Digitalisierung

Die digitale Verbreitung verändert, wie Filme ihr Publikum finden. Distribution Streaming eröffnet Studios direkte Wege zu Zuschauern weltweit. Plattformen wie Netflix und Amazon Prime sind nicht mehr nur Ausspielorte, sie prägen Lizenzpolitik und Fensterstrategien.

Streaming-Plattformen führen zu neuen Lizenzmodellen. Lizenzmodelle SVOD AVOD TVOD unterscheiden sich stark in Ertragsmechanik und Vertragsgestaltung. Bei SVOD sind Abonnentenzahlen zentral, AVOD zahlt über Werbung und CPM-ähnliche Modelle, TVOD honoriert einzelne Käufe oder Leihen.

Hybridmodelle und Direktvertrieb über eigene Plattformen bieten zusätzliche Optionen. Aggregatoren wie Prime Video Direct erleichtern Zugang und Reporting. Transparente Abrechnungen bleiben für verlässliche Einnahmenverteilung unerlässlich.

Daten verändern Marketingentscheidungen. datengetriebenes Marketing Film nutzt Analytics von Plattformen und Tools wie Google Analytics. Zuschauer-Insights ermöglichen A/B-Tests für Thumbnails, personalisierte Empfehlungen und präzisere Zielgruppenansprache.

Social-Media-Kampagnen auf Instagram und TikTok steigern Reichweite schnell. Segmentierung nach Demografie, Sehgewohnheiten und Engagement-Metriken hilft bei Release-Planung. So lassen sich Werbemittel und Timing besser auf die Zielgruppe zuschneiden.

Internationale Präsenz verlangt Lokalisierung. Untertitel und Dubbing erhöhen Auffindbarkeit. regionale Preismodelle und Lizenzverträge mit lokalen Sendern verbessern die internationale Monetarisierung.

Deutsche Serien erreichen globales Publikum, wenn kulturelle Authentizität auf technische Qualität trifft. Zusätzliche Einnahmequellen wie Merchandising, Produktplatzierung und Pay-per-View-Events ergänzen Plattformerlöse und stärken Monetarisierungsstrategien.

Sicherheits- und Rechtsfragen bei digitalisierten Workflows

Digitalisierte Workflows verändern, wie Studios Daten speichern, Rechte regeln und Datenschutz umsetzen. Produktionsteams brauchen klare Prozesse für Datensicherung Film und Notfallpläne, Rechtsteams müssen Urheberrecht digitale Medien und Lizenzfragen früh klären. Technik, Recht und Datenschutz arbeiten zusammen, um Risiken zu minimieren und den Betrieb stabil zu halten.

Datensicherung, Backups und Disaster Recovery

Praktische Backuplösungen folgen der 3-2-1-Strategie: drei Kopien, zwei Medientypen, eine Offsite-Kopie. LTO-Tape-Archivierung mit LTO-8 oder LTO-9 bleibt für Langzeitarchive relevant. Cloud-Archive wie AWS Glacier oder Google Archive ergänzen lokale Speicher.

Checksummen und Integritätsmonitoring reduzieren stille Datenkorruption. Recovery-Pläne werden dokumentiert und regelmäßig getestet. Ein durchdachtes Backup Disaster Recovery Studio enthält Wiederherstellungs-Szenarien für Produktions- und Distributionsausfälle sowie regelmäßige Probeläufe.

Urheberrecht, Lizenzverwaltung und digitale Rechteverwaltung

Produzenten müssen Musik-, Drehbuch- und Performer-Rechte eindeutig verwalten. Tools wie Rightsline helfen bei der Übersicht, während vertragliche Regelungen Nutzungsrechte klar festlegen. Bei KI-Einsatz sind Lizenzfragen der Trainingsdaten und Rechte an generierten Inhalten schriftlich zu regeln.

DRM-Systeme schützen Inhalte bei Distribution. Widevine, FairPlay und PlayReady bieten verschiedene Grade an Kompatibilität und Schutz. Die Auswahl beeinflusst Nutzerfreundlichkeit und den Schutz gegen Piraterie.

Compliance und Datenschutz nach deutschen Vorgaben

DSGVO Filmproduktion verlangt sorgfältige Verarbeitung personenbezogener Daten von Cast, Crew und Zuschauern. Cloud-Dienste erfordern Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) und einen verbindlichen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).

Archivierungsfristen, sichere Löschprozesse und Protokolle zur Zugriffskontrolle sind Pflicht. Bei neuen Technologien wie Deepfakes oder synthetischen Stimmen entstehen zusätzliche Haftungsfragen, die vor dem Release geklärt werden müssen.

  • 3-2-1-Backup als Standardpraxis
  • Regelmäßige Disaster-Recovery-Tests
  • Klare Lizenz- und KI-Regelungen zur Vermeidung von Urheberrecht digitale Medien-Konflikten
  • Abwägung von DRM-Optionen nach Zielplattformen
  • DSGVO Filmproduktion: DPIA und AVV bei Cloud-Anbietern

Investitionsbedarf, Kosten-Nutzen-Analyse und Fördermöglichkeiten

Die Digitalisierung verlangt von Filmstudios klare Entscheidungen zu Investitionen und laufenden Ausgaben. Ein realistischer Blick auf den Investitionsbedarf hilft, notwendige Anschaffungen, Leasing-Modelle und Finanzierungsoptionen einzuplanen. Studioleiterinnen und Produzenten sollten dabei sowohl kurzfristige Kosten als auch langfristige Einsparpotenziale berücksichtigen.

Initiale Investitionen in Hardware und Software

  • LED-Volumes und LED-Stage können schnell einen hohen sechsstelligen Betrag erreichen.
  • Hochleistungs-GPUs wie die NVIDIA RTX-Serie, Render-Workstations und Server sind zentral für Virtual Production.
  • Professionelle Kameras wie ARRI Alexa oder RED Komodo, SAN/NAS-Storage und Lizenzen für Avid, Adobe, DaVinci Resolve oder Houdini erhöhen die Startkosten.
  • Netzwerk-Infrastruktur und Hochgeschwindigkeits-Connectivity sind oft unterschätzte Umsetzungskosten.
  • Leasing und Mietmodelle reduzieren die Anfangsinvestition und schaffen Flexibilität.

Laufende Kosten vs. Einsparpotenziale

Laufende Kosten entstehen durch Software-Abonnements, Cloud-Rendering-Gebühren und Wartung. Diese Posten sollten gegenüber direkten Einsparungen abgeglichen werden.

Reduzierte Reisetage, weniger physische Sets und schnellere Produktionszyklen führen zu messbaren Einsparungen. Break-even-Analysen zeigen, wann sich Investitionen in Virtual Production amortisieren.

Business Cases setzen oft auf erhöhte Projektkapazität, Lohnkostensenkungen durch Automatisierung und zusätzliche Erlöse durch effizientere Distribution.

Förderprogramme und steuerliche Vorteile in Deutschland

  • Förderprogramme Film Deutschland umfassen FFA-Förderungen, regionale Filmfonds wie das Medienboard Berlin-Brandenburg und Hilfen der Beauftragten für Kultur und Medien (BKM).
  • Förderinstrumente der KfW und EU-Programme wie Creative Europe unterstützen grenzüberschreitende Projekte.
  • Steuerliche Vorteile Produktion bestehen in Produktionsförderungen und Abschreibungsmodalitäten für technische Ausstattung.
  • Beratung durch Wirtschaftsförderer, Branchenverbände wie German Films oder die Produzentenallianz erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit bei Anträgen.

Für eine belastbare Planung empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit spezialisierten Beratern. Sie erstellen Businesspläne, kalkulieren Kosten Digitalisierung Studio und zeigen, wie steuerliche Vorteile Produktion und Förderprogramme Film Deutschland optimal genutzt werden können.

Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte aus deutschen Filmstudios

Studio Babelsberg zeigt, wie Studio Babelsberg Digitalisierung und traditionelle Produktion verbinden. Große internationale Produktionen nutzen dort LED-Stage-Setups und hochwertige Postproduktion. Die Kombination aus Virtual Production und klassischem Studiobetrieb senkt Reiseaufwand und verkürzt Produktionszeiten.

Mehrere mittelgroße Häuser in Berlin, Köln und München berichten von erfolgreichen cloudbasierten Workflows. Sie setzen Remote-Editing, Frame.io-ähnliche Tools und Cloud-Rendering ein, um Koordination zwischen Regie, VFX-Teams und Kunden zu verbessern. Solche deutsche Postproduktion Beispiele belegen messbare Effizienzgewinne bei Farbkorrektur und Schnitt.

Erfahrungsberichte Virtual Production nennen typische Herausforderungen: hohe Anfangsinvestitionen, Schulungsbedarf und rechtliche Fragen bei Cloud-Diensten. Erfolgreiche Strategien sind Pilotprojekte, hybride On-Premise-Plus-Cloud-Modelle und enge Partnerschaften mit Epic Games oder Blackmagic Design. Regionale Dienstleister wie ARRI Media und TeamVFX unterstützen häufig bei VFX und Sound-Design.

Die Praxis zeigt: Wer auf Praxisbeispiele Filmstudios Deutschland setzt und gezielt in Change-Management investiert, erhöht seine Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Hinweise zu Tools und Integration bietet ein kompakter Überblick auf welche Tools die Videobearbeitung fördern.

FAQ

Was bringt die Digitalisierung konkret für die Produktion in Filmstudios?

Die Digitalisierung ermöglicht schnellere Setwechsel, flexiblere Drehorte durch virtuelle Sets (LED-Volumes) und Echtzeit-Rendering mit Engines wie Unreal Engine. Digitale Kameras wie ARRI Alexa oder RED liefern höhere Bildqualität und vereinfachen den Workflow. Dadurch sinken Reise- und Logistikkosten, die Planbarkeit steigt und kreative Iterationen werden beschleunigt.

Wie verändert Digitalisierung die Postproduktion und welche Tools kommen in deutschen Studios zum Einsatz?

Postproduktion profitiert von Remote-Editing, GPU-beschleunigtem Rendering und KI-gestützten Tools für Bild- und Tonrestauration (z. B. Topaz, iZotope). Übliche Software in Deutschland umfasst DaVinci Resolve, Avid Media Composer, Adobe Premiere, Foundry Nuke und Autodesk Maya. Cloud-Render-Farmen und lokale GPU-Server verkürzen Renderzeiten und ermöglichen mehr kreative Durchläufe.

Welche Rolle spielen Cloud-Workflows und Asset-Management für Zusammenarbeit?

Cloud-Workflows (AWS, Google Cloud, Frame.io) erlauben dezentrales Arbeiten, Echtzeit-Reviews und Versionskontrolle. Ein zentrales Asset-Management (Cantemo, Avid NEXIS, Adobe Productions) sorgt für Metadatenpflege, Rechteverwaltung und bessere Suchbarkeit. Das reduziert Reibungsverluste und beschleunigt Freigabezyklen.

Sind LED-Volumes und Virtual Production für deutsche Studios wirtschaftlich sinnvoll?

LED-Volumes bringen Vorteile wie realistische Beleuchtung und weniger Nacharbeit im Compositing, die besonders bei komplexen Hintergründen Zeit und Kosten sparen. Die Investition kann hoch sein, doch Mietmodelle, Kooperationen oder regionale Leihangebote machen Virtual Production für viele Produktionen rentabel. Studio Babelsberg und andere Vorreiter zeigen erfolgreiche Anwendungsfälle.

Welche Sicherheits- und Rechtsfragen müssen Studios bei digitalisierten Workflows beachten?

Wichtige Themen sind Datensicherung (3-2-1-Backup, LTO-Archivierung), Disaster-Recovery-Pläne sowie DSGVO-konforme Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Bei Urheberrechten gilt klare Lizenzverwaltung für Musik, Drehbücher und KI-generierte Inhalte. DRM-Systeme wie Widevine, FairPlay oder PlayReady werden eingesetzt, um Distribution und Kopierschutz zu steuern.

Wie lässt sich der Investitionsbedarf für Digitalisierung einschätzen?

Initialkosten fallen für LED-Volumes, High-End-GPUs (NVIDIA RTX), Kameras (ARRI, RED), Storage (SAN/NAS) und Softwarelizenzen an. Laufende Kosten entstehen durch Wartung, Lizenzen und Cloud-Services. Gegenüberstehen Einsparpotenziale durch reduzierte Reisetage, schnellere Produktionszyklen und Automatisierung. Leasing, Mietmodelle und Förderprogramme helfen bei der Finanzierung.

Welche Fördermöglichkeiten und steuerlichen Vorteile gibt es in Deutschland?

Förderinstrumente umfassen Filmförderungsanstalt (FFA), regionale Filmfonds, Medienboard Berlin-Brandenburg, KfW-Förderungen und EU-Programme wie Creative Europe. Es existieren steuerliche Vergünstigungen und Abschreibungsmöglichkeiten für Equipment. Branchenverbände wie German Films und die Produzentenallianz unterstützen bei Anträgen und Business-Cases.

Wie beeinflussen Streaming-Plattformen die Distribution und Lizenzmodelle?

Streaming führt zu neuen Lizenzmodellen (SVOD, AVOD, TVOD) und verändert Fensterstrategien. Plattformen wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ verlangen transparente Reporting-Mechanismen. Aggregatoren und Direktvertriebslösungen helfen bei der Platzierung. Lokalisierung (Dubbing, Untertitel) ist entscheidend für internationale Reichweite.

Welche datengetriebenen Marketing-Maßnahmen nutzen Studios für Reichweite?

Studios nutzen Analytics (Google Analytics, Adobe Analytics) und Plattform‑Insights für Zielgruppensegmentierung, A/B-Tests von Thumbnails und personalisierte Empfehlungen. Social-Media-Kampagnen auf Instagram und TikTok sowie Influencer-Kooperationen erhöhen Engagement. Daten verbessern Release-Planung und Monetarisierungsstrategien.

Wie lassen sich Routineaufgaben automatisieren und welche Zeitersparnis ist realistisch?

Scripting (Python-Pipelines), Pipeline-Tools wie ShotGrid und automatisierte Transkodierung, QC-Checks sowie File‑Transfers reduzieren manuelle Arbeit. Automatisierung führt zu schnelleren Durchlaufzeiten, weniger Fehlern und einer besseren Planbarkeit. In vielen Fällen sinken Routineaufwände deutlich, sodass Crews mehr Zeit für kreative Aufgaben haben.

Welche Praxisbeispiele aus Deutschland zeigen den Nutzen der Digitalisierung?

Studio Babelsberg nutzt digitale Produktionstechniken in großen internationalen Projekten. Mittelgroße Studios in Berlin, Köln und München setzen Remote-Editing und Cloud-Rendering ein. Projekte mit LED-Stage-Setups berichten von reduzierten Reisetagen, schnelleren Abstimmungszyklen und besserer Koordination zwischen Regie und VFX-Teams.

Welche Risiken bergen neue Technologien wie KI für Filmproduktionen?

Risiken umfassen Urheber- und Persönlichkeitsrechte bei synthetischen Inhalten, Haftungsfragen bei Deepfakes und Unsicherheiten über Trainingsdaten-Lizenzen. Studios benötigen klare Richtlinien, Vertragsregelungen und Prüfprozesse, um rechtliche Risiken zu minimieren. Transparenz gegenüber Rechteinhabern und Performern ist essenziell.

Wann lohnt sich On-Premise-Infrastruktur gegenüber Cloud-Rendering?

On-Premise eignet sich bei konstant hohem Rechenbedarf und strengen Datenschutzanforderungen. Cloud-Rendering ist flexibel, skalierbar und vermeidet hohe Anfangsinvestitionen. Hybride Modelle verbinden lokale Hardware für sensible Daten mit Cloud-Kapazität für Spitzenlasten und bieten oft das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Wie sollten Studios den Wandel organisatorisch und personell angehen?

Empfohlen sind Pilotprojekte, gezielte Schulungen für Crew und IT, hybride Workflows und enge Partnerschaften mit Technologieanbietern (Epic Games, Blackmagic Design). Change-Management, klare Prozesse und Investitionen in Weiterbildung sorgen dafür, dass Technik effektiv genutzt wird und Produktivität steigt.
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